14 Dezember 2011

Die richtige Wundbehandlung

Im Alltag geschehen häufiger Missgeschicke, die kleinere Wunden verursachen können. Das kann Kindern und Erwachsenen beim Sport oder beim Spielen, wie auch im Haushalt oder während der Arbeit passieren. Umso wichtiger ist es, über die korrekte Versorgung solcher Verletzungen Bescheid zu wissen, damit Entzündungen und schlimmstenfalls eine Blutvergiftung verhindert werden können. Desinfektionsmittel und Verbandmaterial sollten daher in jeder Hausapotheke vorhanden sein. Schließlich bildet eine gesunde Haut eine Schutzbarriere gegen Kälte, Hitze, mechanische Einflüsse, Krankheitserreger und Chemikalien für den Körper, sodass sorgsam damit umgegangen werden sollte.

Arten von Wunden

Sehr häufig, insbesondere bei Kindern, ist die Schürfwunde, bei der die oberste Hautschicht verletzt wurde. Sie ist oftmals verschmutzt und muss zuerst gut gereinigt werden. Die Schnittwunde wird durch scharfe Gegenstände verursacht und weist glatte, klaffende Wundränder auf. Hier ist die Infektionsgefahr besonders groß, sodass die Anwendung eines Desinfektionsmittels unerlässlich ist. Eine Platzwunde oder auch Riss-Quetschwunde weist unregelmäßige Wundränder auf und ist ebenfalls häufig verschmutzt. Als weitere kleinere Wunde gilt die Verbrennung, die jedoch nur bei 1. und 2. Grad selbst behandelt werden kann. Diese sind durch Rötung, Schwellung und allenfalls Blasenbildung gekennzeichnet. Stark blutende oder stark verunreinigte Wunden, solche mit Fremdkörpern, die sich nicht entfernen lassen, tiefe Schnitt- oder Platzwunden, sowie Verbrennungen 3. oder 4. Grades müssen unbedingt ärztlich behandelt werden. Ebenfalls muss ein Arzt hinzugezogen werden, wenn die letzte Tetanusimpfung mehr als 10 Jahre zurückliegt.

Erstversorgung von Wunden

Zuerst sollten die Hände gewaschen werden, ehe mit der Reinigung der Wunde begonnen werden kann. Wunden, die wenig bluten, werden unter laufendem Wasser von allfälligen Schmutzpartikeln befreit. Im nächsten Schritt wird die Wunde mit Desinfektionsmittel gereinigt, um spätere Infektionen verhindern zu können und in der Wunde befindliche Keime abzutöten. Es kann anschließend ein Wundgel aufgetragen werden, welches die Heilung der Verletzung fördert. Die Stelle wird mit einem Heftpflaster oder einer sterilen Gazekompresse abgedeckt und fixiert. Mit den richtigen Produkten in der Hausapotheke lassen sich kleinere Wunden rasch und fachgerecht behandeln. In eine gute Wundapotheke gehören folgende Dinge: eine Wundspüllösung oder Wundreinigungstüchlein, Desinfektionsmittel als Lösung oder in Gelform, Gazekompressen, Verbandmaterial wie Pflaster oder elastische Binden. So sind Sie gerüstet für den Fall des Falles.

Image: Peter Jobst: Fotolia

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